ORPHEUS UND EURYDIKE

Oper

Orpheus beweint den Tod Eurydikes. Amor verkündet dem Klagenden, dass er Eurydike zwar aus der Unterwelt führen, sie dabei jedoch nicht ansehen darf. Im Reich der Schatten angekommen, umringen Furien den nahenden Orpheus. Unbeirrt bahnt er sich den Weg zum Elysium, wo er auf Eurydike trifft. Ohne sie anzusehen, nimmt er sie mit sich, um sie ans Tageslicht zu führen. Von diesem Verhalten irritiert, zweifelt Eurydike an seiner Liebe. In höchster Not wendet sich Orpheus daraufhin um – Eurydike stirbt erneut. Die Geliebte auf ewig verloren, bleibt Orpheus in endlosem Schmerz allein zurück.

Die Geschichte der Oper ist untrennbar mit der Sage des singenden Orpheus verbunden. 1607 hatte Claudio Monteverdi mit seiner „Favola in musica“ L‘Orfeo eine mustergültige Grundfor für die noch junge Form der Oper geschaffen.

1762, gut 150 Jahre später, beriefen sich Gluck und sein Librettist Ranieri de‘ Calzabigi ebenfalls auf den Orpheus-Mythos, um die Gattung einer gründlichen Reform zu unterziehen. Ihre Bemühungen um eine Rückführung der Oper auf die Grundlagen des Dramas sollten bis hin zu Wagners Überlegungen zum Musikdrama nachwirken. Glucks Musik verzichtet in ihrem Streben nach Wahrhaftigkeit auf virtuose Arien und bevorzugt dagegen einfache Liedformen. Der Chor avanciert zu einem zentralen Handlungsträger, auch der Tanz erfährt eine radikale dramaturgische Aufwertung.

Oper von Christoph Willibald Gluck in drei Akten
Text von Ranieri de‘ Calzabigi
UA Wien 1762
In italienischer Sprache mit Übertiteln

Choreografie/Inszenierung: Ester Ambrosino
Musikalische Leitung: Zoi Tsokanou
Produktionsjahr: 2016

Tanz:

Rudakow, Anton
Toconijs, Dmitrijs
Ogan, Susanne
Clary, Léonor
Bauer, Juliane
Sander Fett, Magali
Schuler, Manuel
Medeiros Almeida, Daniel Carlos
Berger, Johanna
Bracaccini, Veronica
Wittulsky, Tabea
Wilke, Kathrina
Bernard, Alexei
Siegel, Kai
Kirmse, Stefan
Backhaus, Daniela
Szivkov, Alekszandr

Musikalische Leitung:

Zoi Tsoukanou

Ausstattung:

Jeannine Cleemen
Moritz Weisskopf

Assistenz:

Francisco Pimentel

AUFFÜHRUNGEN


FR 6.10.2017 | SA 28.10.2017 | SO 5.11.2017 | SA 2.12.2017 | MI 27.12.2017 – Im Großen Haus des Theater Erfurt


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